Bayern 2

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narwalDer Narwal Einhorn des arktischen Ozeans Der Pinguin Überlebenskünstler in Eis und Hitze Das Kalenderblatt 6.12.1890 Charles Richet impft zum ersten Mal Von Brigitte Kohn Der Narwal - Einhorn des arktischen Ozeans Autorin: Mechthild Müser / Regie: Susi Weichselbaumer Wer sie sehen will, muss weit in den Norden reisen und selbst dann ist eine Sichtung nicht garantiert: Die vier bis fünf Meter langen Narwale leben an der Packeisgrenze und halten sich gern auch unter dem Eis auf. Tauchen sie auf, sind sie leicht zu erkennen: Aus ihrem Oberkiefer ragt nämlich ein kurioser Zahn, der bis zu drei Meter lang wird - das gilt zumindest für die männlichen Tiere. Um diesen Zahn rankten sich schon vor Jahrhunderten skurrile Geschichten. Das gedrechselte "Horn" wurde Pferden angedichtet und galt als Beweis dafür, dass Einhörner nicht ins Reich der Fabelwesen zu verbannen seien, sondern tatsächlich existierten. Bis ein dänischer Gelehrter den wahren Ursprung herausfand. Funktion und Nutzen des Narwal-Zahns sind bis heute Thema wissenschaftlicher Untersuchungen: Er könnte als empfindlicher Sensor fungieren, also quasi als Sinnesorgan, oder auch als Dominanzmerkmal, um Weibchen anzulocken. Inuit-Jäger dürfen Narwale heute im Rahmen einer Quote erlegen, doch auch Orcas machen Jagd auf die skurrilen Meeresbewohner - und halten sich dabei an keine Quote. Der Pinguin - Überlebenskünstler in Eis und Hitze Autorin: Laura Eßlinger / Regie: Sabine Kienhöfer Mit ihren Stummelflügeln und dem watscheligen Gang wirken sie unbeholfen. Dabei sind Pinguine wahre Überlebenskünstler. In der Antarktis trotzen Kaiserpinguine Temperaturen von bis zu minus 40 Grad - ohne dabei an den Füßen zu frieren. Brillenpinguine wiederum, die auf den Galapagos-Inseln und am Strand von Südafrika leben, schätzen ein tropisches Klima. Den insgesamt knapp 20 Arten gemein ist, dass sie zwar nicht in der Luft, dafür aber unter Wasser "fliegen" können. Mit mehr als 20 km/h sausen die Vögel durchs Meer. Einige von ihnen tauchen hunderte Meter tief und bleiben minutenlang unter Wasser. Dass die Frackträger wie wir Menschen auf zwei Beinen gehen, dürfte ein Grund sein, warum sie bei vielen von uns so beliebt sind. Als Maskottchen zieren Pinguine Trikots von Sportmannschaften, einem großen Buchverlag dienen sie als Logo. Diese Begeisterung schützt sie allerdings nicht davor, dass ihnen durch den menschengemachten Klimawandel zunehmend der Lebensraum entzogen wird. Moderation: Yvonne Maier Redaktion: Bernhard Kastner
Freitag 09:05 Uhr

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BR-Klassik

Das Musik-Feature

mieczyslaw weinbergEin Fremder in dieser Welt Der Komponist Mieczyslaw Weinberg Von Monika Kursawe Wiederholung am Samstag, 14.05 Uhr Wie konnten wir diesen unglaublichen Komponisten nur so lange überhören? Diese Frage stellt sich so mancher, der die Musik Mieczyslaw Weinbergs hört. Unglaubliche Welten tun sich da auf: emotional, spannungsreich, vielschichtig und nach immer neuen Ausdrucksformen suchend. Über 30 sinfonische Werke, zahlreiche Lieder, 17 Streichquartette, sechs Opern und unzählige Film- und Theatermusiken zählen zu seinem Schaffen. Im Gegensatz zu seinem Zeitgenossen und lebenslangen, engen Freund Dmitri Schostakowitsch geriet Weinberg jedoch schon zu Lebzeiten in Vergessenheit und das aus einem einfachen Grund: als polnischer Jude war er ein Opfer seiner Zeit und seiner Herkunft. Einsam, verarmt und völlig vergessen von der Musikwelt, verstarb Mieczyslaw Weinberg 1996 in Moskau. Eine Spurensuche.
Freitag 19:05 Uhr

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Deutschlandfunk

Das Feature

Hrvatska Radiotelevizija Rundfunk auf Kroatisch Von Grit Eggerich Regie: Hüseyin M. Cirpici Produktion: Dlf 2019 In Europa gibt es immer wieder Streit und Polemik darüber, was ein öffentlich-rechtlicher Rundfunk eigentlich ist. Im jüngsten Mitgliedsland Kroatien nennen die Bürger ihren Rundfunk selbst "Staatsrundfunk" - ein abschreckendes Beispiel, was aus einem öffentlich-rechtlichen Sender werden kann, ein Lehrstück über staatliche Medienpolitik und ihre Fallstricke. Dass die Kroaten ihr öffentliches Radio und Fernsehen HRT ganz ohne Häme Staatsrundfunk nennen, hat seine Gründe - denn sie sehen ja regelmäßig die HRT-Nachrichtensendungen im Fernsehen, in denen Monologe von Ministern oder Reden der Staatspräsidentin abgesendet werden - unhinterfragt und ohne politische Einordnung. HRT hat eine Geschichte, an die sich die meisten Kroaten noch sehr gut erinnern: als Staatsmedium in Jugoslawien und als Propagandainstrument während des Krieges in den 90er-Jahren. Unsere Autorin war zwei Monate lang Gast bei HRT und durfte hinter die Kulissen gucken: eine Reise durch die verwinkelten Flure, Studios und Redaktionsräume der Hrvatska Radiotelevizija, Begegnungen mit Verwaltungschefs, Kollegen und kaltgestellten Programmmitarbeiterinnen. Hrvatska Radiotelevizija
Freitag 20:10 Uhr

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